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Review von »Forced to Kill« bei »The Valley of the damned!«, 11.11.2011

Himmel, diese Woche lagen eine Menge Hammerscheiben in meinem Briefkasten - unter anderem METAL OF THE WORLD von VHÄLDEMAR, das selbstbetitelte Debütalbum von STORMHUNTER und eben auch FORCED TO KILL von HEADLESS BEAST.

Im Gegensatz zu STORMHUNTER klingen HEADLESS BEAST nicht zu 100% nach German Metal, sondern auch nach den vielen Kultbands der N.W.O.B.H.M. aus den frühen '80er Jahren. Wenn man einen musikalischen Vergleich möchte - nun ja, FORCED TO KILL klingt wie eine grandiose Mixtur aus PIECE OF MIND von IRON MAIDEN, SCREAMIN' FOR VENGEANCE von JUDAS PRIEST, DECIBEL DISEASE von DEJA VU und POWER RIDE von SHAKRA. Ja, tatsächlich - hardrockige Elemente spielen durchaus eine wichtige Rolle im Sound von HEADLESS BEAST. Und auch die rauhe Stimme von Jürgen Witzler erinnert mich stark an den damaligen SHAKRA-Frontmann Pete Wiedmer!

Gegründet wurden HEADLESS BEAST jedenfalls im Jahre 1999 noch unter dem ebenfalls coolen Namen BEASTS OF BOURBON, und erst 2004 veröffentlichte man eine EP in Eigenregie. Tja, und nochmals satte sechs Jahre später enterten die Band-Members von HEADLESS BEAST dann das MARANIS-Studio und spielten endlich das Debütalbum FORCED TO KILL ein. Für den erstaunlich druckvollen Klang dieses grandiosen Werkes sorgte Vagelis Maranis, der auch schon die beiden ersten Scheiben von SAIDIAN produzierte, wenn mich nicht alles täuscht.

Und das äusserst gelungene Artwork von Markus Vesper passt einfach perfekt zum musikalischen Stil von FORCED TO KILL.

Gleich beim einleitenden BLACK RIDER kann man unschwer erkennen, das HEADLESS BEAST nichts von Innovationen und progressiven Elementen halten, denn der Track donnert wuchtig und straight durch die qualmenden Boxen. Yeah, und genau so soll es ja schliesslich auch sein! 

Und spätestens bei den folgenden RIDIN' WITH THE DEADMAN und DENY THE SYSTEM fallen einem die eingängigen Refrains auf, die durch die Bank zum lautstarken Mitgröhlen einladen. Doch nicht nur das, denn die hardrockigen Riffs und die Stimme von Jürgen Witzler erinnern mich wirklich immer wieder an die früheren Werke von SHAKRA - plus einem Hauch AC/DC zu HIGHWAY TO HELL-Zeiten. Die stärkste Phase des Albums sind die letzten drei glorreichen Nummern (= FORCED TO KILL, RUN FOR YOUR LIFE und die Bandhymne HEADLESS BEAST), die allesamt mit geilen Melodien, fetten Riffs und coolen Mitgröhlrefrains glänzen können, die einen Oldschool Metal-Freak im Dreieck springen lassen dürften vor Freude. Und wenn man nicht spätestens bei einer Stahl-Hymne wie RUN FOR YOUR LIFE zur Luftgitarre greift und durch die Bude jumpt, sollte man sich vielleicht lieber mit Kombos der Marke DREAM THEATER befassen! 

Erwähnen möchte ich noch das 16-seitige Booklet mit sämtlichen Lyriks und den fetten Sound von Vagelis Maranis, der für einen gleichzeitig oldschooligen und dennoch auch zeitgemässen Klang sorgte. Zeitgemäss meine ich selbstverständlich nicht im modernen Sinne!

Fazit: Ich kann FORCED TO KILL wirklich allen empfehlen, die auf knackigen Oldschool Metal mit hardrockigen Elementen stehen...

Mucke top, Sound top, Artwork top, Booklet top!

CLASSIC METAL RULES - MODERN METAL SUCKS!!! 

Note: 9 / 10

FIRETRAIN

Quelle: lasse666.over-blog.de – HEADLESS BEAST - FORCED TO KILL [HEAVY METAL AUS GERMANY, 2010] - THE VALLEY OF THE DAMNED! PART II

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